Alles über Mixing und Mastering

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Was ist Mastering?

Mastering Tutorial

Unser Mastering Tutorial – Die Grundlagen

Produktionskette einer CD

Welche Schritte kommen noch vor dem Mastering, welche danach? Wie sieht die übliche Produktions-Kette bei der Herstellung einer CD aus? Folgende Übersicht gibt Aufschluss über diese Fragen.

Die einzelnen Schritte bei der Herstellung einer CD – mit Auflistung der am jeweiligen Prozess beteiligten Personen.

1. Konzeption/Songwriting
Produzent
Künstler
A&R

2. Aufnahme
Künstler
Tontechniker
Produzent

3. Mixing
Tontechniker
Produzent
Künstler

4. Pre-Mastering
Mastering-Engineer

5. Endabnahme
Produzent
Tontechniker
Künstler

6. Pressung
Presswerk

Zunächst entstehen häufig die Konzeption der Musik durch den Produzenten und ggf. auch schon der Text. Bei selbständigeren Künstlern kann dies beides aber auch vom Künstler kommen. Der A&R arbeitet für die Plattenfirma und entscheidet darüber, ob ein Projekt für das Label kommerziell verwertbar ist und nimmt den entsprechenden Künstler dann ggf. unter Vertrag und übernimmt dessen Betreuung.

Als nächster kreativer Schritt führt der Tontechniker die Aufnahmen mit dem Künstler durch. Der Produzent achtet darauf, dass seine Vision des Projekts umgesetzt wird.

Der Tontechniker mischt die Aufnahmen anschließend, entsprechend der Vision des Produzenten, ab. Der Künstler hat eventuell auch ein kritisches Auge auf den Prozess.

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Es folgt die Abgabe der fertigen Stereo-Mixdowns zum Pre-Mastering an den Mastering-Engineer, der in der Regel, abgesehen von entsprechenden Vorgaben des Produzenten oder Künstlers, selbständig arbeitet.

Das Ergebnis geht zur Endabnahme an den Produzenten zurück. Wird dieses für gut befunden, geht das Material zur Vervielfältigung ans Presswerk.

Je nach Projekt gibt es natürlich Abweichungen bei den einzelnen Schritten. Etablierte und selbständigere Künstler sind oft wesentlich stärker in sämtliche Prozesse eingebunden. So sitzt z.B. Peter Fox beim Mastering seiner Solo- und Gruppen-Alben sogar mit im Raum und trägt effektiv zur Umsetzung seiner persönlichen Vision bei. Umgekehrt gibt es auch Künstler, die lediglich die Aufnahmen selbst durchführen, sonst aber praktisch gar kein Mitspracherecht haben.

Der Begriff „Mastering“

Wir sollten noch die Begrifflichkeit „Mastering“ an sich klären. Der Begriff ist nämlich streng genommen falsch. Der Bearbeitungsschritt, dem sich dieses Buch widmet, nennt sich eigentlich Pre-Mastering (sprich „Vor-Mastering“).

Das Master wird erst im Presswerk erstellt; Dabei handelt es sich um das sogenannte Glasmaster, was quasi der „Original-CD“ entspricht, die dem Presswerk dann zur Vervielfältigung dient.

Umgangssprachlich sagt man jedoch kurz „mastern“ bzw. „Mastering“. Daran werden wir uns auch im weiteren Verlauf des Buches halten.

Warum nach dem Mischen noch Mastern!?

Nach dem Abmischen haben Sie in der Regel die grundlegenden Verhältnisse in Sachen Klang und Lautstärke abgestimmt. Der Gesang wurde laut in den Vordergrund gemischt und mittels Kompressor und Equalizer schön präsent und knackig gemacht. Bassdrum und Snare führen die Rhythmussektion an, während Hi-Hat und Percussion zur Unterstützung in den Hintergrund gemischt wurden. Der Bass wurde entsprechend komprimiert und klingt nun trotz mittlerer Lautstärke dennoch schön kraftvoll und voluminös. Keyboards, Streicher und Synthesizer wurden links und rechts im Panorama aufgestellt und füllen den Mix in der Breite aus… Wozu jetzt noch mastern? Was fehlt denn noch!?

Die Antwort: Tatsächlich fehlen tut (hoffentlich) nichts, denn weitere Signale hinzuzufügen oder einzelne Instrumente in der Lautstärke oder anderen Parametern zu verändern ist normal nicht Sache des Mastering -Engineers!

Der Titel wird hier als Ganzes, sprich nicht in seinen einzelnen Spuren, sondern als einzelne Datei, bearbeitet!

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Dazu drückt der Tontechniker, wenn er mit dem Abmischen fertig ist, in seiner Sequenzersoftware (Cubase, Logic, Sonar, etc.) auf „Exportieren“ und speichert die Datei als Stereomixdown, sprich z.B. als Wave-Datei (mit hoffentlich mindestens 24 Bit und 44,1 kHz). Diese fertig gemixte Einzeldatei schickt er dann zum Mastering-Engineer!

Trotz dieser tatsächlich ja recht großen Einschränkung auf lediglich eine einzelne Stereospur (man kann z.B. nicht sagen: „Die Snare ist mir aber gerade zu laut, ich drehe die Snare-Spur mal eben leiser“) ist es dem erfahrenen Mastering-Engineer durchaus möglich, eventuelle Fehler (z.B. ein dumpfer Klang, zuviel Bass insgesamt, mangelnde Klarheit des Songs) tiefgreifend auszubessern und den Mix frischer und professioneller erscheinen zu lassen!

Weiter geht’s mit der Durchführung einer Mastering-Session!

5 Kommentare zu “Was ist Mastering?

  1. Pingback: Die 10 typischen Fehler beim Mastering (Teil 2) | Alles über Mixing und Mastering

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