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Grundlagen

Mixing Tutorial

Unser Mixing Tutorial – Die Grundlagen

Einleitung

Es gibt einige wichtige Rahmenbedingungen, die erfüllt sein sollten, bevor Sie sich ans Mixing machen. In meinem Praxis-Leitfaden MIXING habe ich diese auf insgesamt 100 Seiten exakt beschrieben. Doch auch hier möchte ich Sie, ohne den Rahmen zu sprengen, auf die wichtigsten Kriterien aufmerksam machen, ohne die ein vernünftiger Mix nicht möglich ist!

Abhörbedingungen

Zur vernünftigen Beurteilung Ihres Mix benötigen Sie neutrale Hörbedingungen. Hierzu gehört, neben den Abhörboxen, die Raumakustik. Diese wird oft stark unterschätzt.

Jeder Raum liefert unterschiedliche Klangeigenschaften. Regieräume in Tonstudios werden in der Regel so ausgebaut, dass möglichst wenig Nachhall besteht, sprich wenn Sie die Wiedergabe Ihrer Produktion abrupt stoppen, werden Sie eine nur sehr geringe Nachhallzeit vernehmen. So ist gewährleistet, dass alles was Sie hören, tatsächlich von der Aufnahme stammt, und nichts davon bloß durch den Raum entsteht. Eine sehr neutrale Beurteilung ist möglich.

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In akustisch ungeeigneten Räumen gibt es dagegen bei Stoppen der Aufnahme Flatterechos und teils starken Nachhall, mulmige Frequenzüberbetonungen in den unteren Mitten, etc. In dem Fall scheint es so, als wären Eingriffe in den Mixdown erforderlich, jedoch werden diese Klang-Phänomene oft lediglich durch den Raum hervorgerufen. Der Mix ist vielleicht völlig ok. Um das aber überhaupt beurteilen zu können, ist eben eine möglichst neutrale Akustikumgebung von Nöten.

Natürlich werden Sie im Homerecording kaum einen Raum mit 100%iger Akustik vorfinden, vor allem wenn dieser noch für andere Zwecke genutzt wird. Jedoch gibt es einige Maßnahmen, die Sie leicht umsetzen können, und anhand derer Sie die größten Probleme bereits beseitigen.

Akustikmodule

Die wichtigsten Module sind sogenannte Breitband Absorber in Kombinaiton mit Bassfallen.

Zu den Breitband Absorbern zählen alle Module, die den Hall breitbandig absorbieren, sprich über ein breites Frequenzspektrum hinweg Hall schlucken.

Browne Breitband Absorber RaumakustikDer typische Fehler im Homestudio ist der bloße Einsatz von Pyramiden-/Noppenschaumstoff als alleinige Maßnahme. Dieser dämpft ausschließlich die hohen Frequenzen bis maximal 1.000 Hz runter! Die Frequenzen unter 1.000 Hz bleiben völlig unbehandelt! Um diese zu absorbieren, ist Pyramidenschaumstoff einfach zu dünn. Selbst wenn Sie den ganzen Raum damit auskleiden, bleibt der tiefe, wummrige Hall weiterhin vollständig erhalten!

Anders ist es bei speziellen Breitband Absorbern, etwa aus Basotect Schaumstoff oder Mineralwolle.  Bei 14cm Dicke haben diese ein Wirkungsspektrum bis etwa 150 Hz! Generell gilt hier: Egal welches Absorber-Material, es muss dick genug sein, wobei 14cm ein guter Wert ist!

Doch was ist mit den Frequenzen unterhalb dieser 150 Hz? Die müssen ja auch gedämpft werden! Nun: Hier kommen ergänzend die Bassfallen zum Einsatz! Diese haben (je nach Dicke) einen Wirkungsbereich bis weit unter 80 Hz!

Da tieffrequenter Hall sich vorwiegend in den Raumecken tummelt, sind die Bassfallen in den Raumecken anzubringen.

Für die Praxis bedeutet das also: Kleiden Sie Ihren Raum (bis maximal 50% der Wand und Deckenflächen) mit Breitband Absorbern aus, und bringen Sie zudem in allen (vier) Raumecken Bassfallen an. Somit erhalten Sie insgesamt eine äußerst lineare Dämpfung des Halls über das gesamte Frequenzspektrum!

Browne Raumakustik Module

Auf folgender Website finden Sie hilfreiche Skizzen zur Herrichtung Ihres Raumes: http://www.browneakustik.de/de/info/raumakustik-planung-skizzen.html

Die Abhörboxen

Auf das Thema sind wir bereits unter „Ihr Rechner als Studio > Weitere Komponenten“ eingegangen. Verwenden Sie am besten Studio-Monitore. Das sind spezielle Boxen für Tontechniker, die das Signal besonders neutral wiedergeben, so dass Sie dieses objektiv beurteilen können. Denn nicht nur der Raum an sich sollte das Signal möglichst wenig verfälschen, sprich möglichst wenig Nachhall hinzufügen. Auch die Abhörboxen müssen neutral klingen.

Es gibt aktive und passive Monitore. Aktivmonitore haben den Vorteil, dass sie bereits über einen integrierten Verstärker verfügen, der speziell auf das Monitorpaar abgestimmt ist! Bei passiven Monitoren müssen Sie noch extra einen entsprechenden Verstärker kaufen.

Stellen Sie die Boxen dabei so auf, dass ein gleichseitiges Dreieck zwischen den beiden Boxen und Ihnen als Hörer entsteht. Nur so lässt sich das Stereobild neutral beurteilen.

Abhörposition Stereo-Dreieck

Die Boxen sollten zusammen mit dem Hörer ein gleichseitiges Dreieck bilden. Messen Sie hierzu einfach die Abstände zwischen den Boxen zueinander und zwischen jeder Box zu Ihnen mittels Zollstock aus. Die Distanz sollte dabei jedesmal die gleiche sein!

Weicht die Abhörposition von der optimalen ab, wird das Stereobild verfälscht; Bspw. würden in die Mitte gemischte Signale nicht mehr als genau mittig wahrgenommen werden, sondern so klingen, als ob sie leicht nach links bzw. rechts verlegt wären.

Weiter geht’s mit den FÜNF KRITERIEN beim Mixing!

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